Seit ich vor knapp zwei Wochen den Lenkkopf nachgestellt habe, bin ich ein paar hundert Kilometer gefahren, ohne dass beim Bremsen wieder etwas geklackt haette. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass ich genau weiss, was ich da gemacht habe: das Spiel weggenommen, nicht die Ursache.

Also habe ich diese Woche den Satz Lenkkopflager bestellt, dazu die Staubdichtungen und neues Fett. Achtzig Euro fuer Teile, die man einmal im Motorradleben anfasst. Sie liegen jetzt auf der Werkbank neben dem Zettel und warten auf den ersten Abend, an dem es zu kalt zum Fahren ist.

Beim Sortieren ist mir aufgefallen, dass auf dem Zettel inzwischen vier Zeilen stehen statt der drei von neulich. Gabeloel, Lenkkopf, rechter Vergaserdeckel, und jetzt noch die Kette, die den Sommer nicht mehr lange mitmacht. Frueher haette mich das geaergert, beim Aufbau war jede Zeile ein Hindernis zwischen mir und der ersten Ausfahrt.

Inzwischen ist es umgekehrt. Die XS laeuft, ich kann jederzeit losfahren, und der Zettel ist nur noch eine Liste mit Dingen, auf die ich mich im Winter freue. Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einem Projekt und einem Motorrad.

📅 15 Aug 2026 👁 8 💬 1 👍 1

Коментарі (1)

IronForge IronForge 18 дн тому

Die Liste wird bei mir auch nicht kuerzer. Irgendwann habe ich aufgehoert, sie abarbeiten zu wollen, und einfach angefangen, sie zu fuehren. Achtzig Euro fuer Lager, die man einmal im Leben anfasst, sind trotzdem gut angelegt.

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